SAPHIR
Ich tapste erschöpft in die Höhle und ließ mich nieder. Die ganze Zeit über musste ich an Shino dachten, wie er sich vor Gekk gestellt hatte um mich zu schützen. Aber er hatte noch etwas gesehen. Wieso wollte er es mir nicht sagen? Verdiene ich die Wahrheit denn so wenig? Aber er hat mich beschützt. Nach einer kurzen Weile stolperte auch Shino in die Höhle und ließ sich neben mir nieder. Was war mit Lura? Er schien müde und erschöpft, genauso wie ich. Aber ich musste trotzdem fragen: „Was ist passiert?“ Shino schaute mich an und es schien als durchbohrte sein Blick den meinen. Da war wieder dieses Gefühl welches immer wieder sagt: „Pass auf, gleich hypnotisiert er dich wieder!“ Also wand ich meinen Blick ab und schaute einfach zu Boden. „Sie ist weggegangen.“ „Wieso?“, fragte ich neugierig. Er schwieg. Dann holte er tief Luft und antwortete etwas gekränkt: „Weil ich ihr gesagt hab, dass es wichtigere Dinge gibt als sie.“ Ich musste lächeln und fühlte mich plötzlich ziemlich wohl. Aber es fühlt sich auch falsch an. Ich gehöre nicht zu ihm, ich gehöre zu Lian. Zwar liebt er mich nicht aber es ist Gesetz. Und Shino? Er gehört zu Lura. Damit muss ich mich wohl abfinden. Sollte ich nach Hause gehen? - Ja. Wollte ich das? - Nein. Es war gerade schön, jemandem zum Reden zu haben. Auch wenn da etwas komisches zwischen uns war, fühlte es sich teils richtig aber auch teils falsch an. Womit kann ich das ändern? Diese Gesetze haben einem das Leben vorherbestimmt! Das ist nicht fair!
Ich tapste erschöpft in die Höhle und ließ mich nieder. Die ganze Zeit über musste ich an Shino dachten, wie er sich vor Gekk gestellt hatte um mich zu schützen. Aber er hatte noch etwas gesehen. Wieso wollte er es mir nicht sagen? Verdiene ich die Wahrheit denn so wenig? Aber er hat mich beschützt. Nach einer kurzen Weile stolperte auch Shino in die Höhle und ließ sich neben mir nieder. Was war mit Lura? Er schien müde und erschöpft, genauso wie ich. Aber ich musste trotzdem fragen: „Was ist passiert?“ Shino schaute mich an und es schien als durchbohrte sein Blick den meinen. Da war wieder dieses Gefühl welches immer wieder sagt: „Pass auf, gleich hypnotisiert er dich wieder!“ Also wand ich meinen Blick ab und schaute einfach zu Boden. „Sie ist weggegangen.“ „Wieso?“, fragte ich neugierig. Er schwieg. Dann holte er tief Luft und antwortete etwas gekränkt: „Weil ich ihr gesagt hab, dass es wichtigere Dinge gibt als sie.“ Ich musste lächeln und fühlte mich plötzlich ziemlich wohl. Aber es fühlt sich auch falsch an. Ich gehöre nicht zu ihm, ich gehöre zu Lian. Zwar liebt er mich nicht aber es ist Gesetz. Und Shino? Er gehört zu Lura. Damit muss ich mich wohl abfinden. Sollte ich nach Hause gehen? - Ja. Wollte ich das? - Nein. Es war gerade schön, jemandem zum Reden zu haben. Auch wenn da etwas komisches zwischen uns war, fühlte es sich teils richtig aber auch teils falsch an. Womit kann ich das ändern? Diese Gesetze haben einem das Leben vorherbestimmt! Das ist nicht fair!
„Danke übrigens“,
flüsterte ich. „Wofür?“, „Dafür das du mich vor diesem Gekk
beschützt hast“, „Ich hab nur das Richtige getan“, „Wirklich?“
Meine Frage lag in der Luft und wieder war da dieses Schweigen. „Du
versteckst mich hier, entfernst dich von deinem Rudel und streitest
mit Lura. Ist das das Richtige?“ Shino schwieg weiterhin. Ich
schaute ihn an und fing seinen Blick. Er war verletzt und doch
strahlten sie. „Streit kann passieren. So ist das Leben und das ich
mich etwas entferne ist nicht neu.“ Mir fiel auf, dass er die erste
Frage nicht beantwortete. Aber wenn er nicht bereit dazu war, darüber
zu sprechen, musste ich das akzeptieren. „Liebst du Lura?“,
brachte ich heraus. Die Worte blieben mir fast im Hals stecken und
ich musste sie einfach stellen. Shino fing meinen Blick erneut und
antwortete fest: „Ich weiß es nicht. Es ist kompliziert. Und du?
Liebst du Lian?“ Diese Frage war leicht zu beantworten. Trotzdem
wählte ich meine Worte sorgfältig. „Ich habe es nie getan.“
„Aber du schienst ziemlich verliebt in ihn zu sein, zumindest als ich das
erste mal in eurem Rudel war“, flüsterte Shino. Etwas lag in
seiner Stimme was ich nicht zuordnen konnte. „Ich hab mir
eingeredet, dass ich ihn lieben würde. Immerhin muss ich mein Leben
mit ihm verbringen. Also hab ich versucht mich ein bisschen zu
öffnen, in der Hoffnung das ich mich in ihn verlieben würde. Aber
was daraus geworden ist, wissen wir ja beide. Es ist schwer sich für
jemandem zu öffnen. Vertrauen findet man einfach zu selten“,
gestand ich. Shino überlegte kurz und fragte vorsichtig: „Vertraust
du mir?“ Ich hatte diese Frage zwar schon erwartet, trotzdem war
sie schwer zu beantworten. „Am Anfang nicht. Dann baute sich etwas
auf, aber du hast es wieder zerstört“, sagte ich bitter. Shino
wand seinen Blick ab und ich konnte seine Trauer quasi in der Luft
knistern hören. „Aber...“, begann ich und er schaute mir
wieder in die Augen. „... jetzt vertraue ich dir. Ich weiß ehrlich
gesagt nicht warum, und ich weiß ich sollte vorsichtig sein. Jedoch
strahlst du etwas aus, etwas was mich berührt. Und trotz dieser
einmaligen Hypnose-Geschichte, hast du dir mein Vertrauen verdient.
Also ja. Ich vertraue dir.“ Shino lächelte mich an und fesselte
meine Augen, wobei er wieder dieses vertraute, beruhigende Gefühl
ausstrahlte. Ich wollte ihn fragen ob er mir vertraute, aber ehrlich
gesagt wollte ich es nicht hören. Es reichte mir, wenn er einfach
hier bei mir war, mir zuhörte und mich nicht allein ließ. Ich
bereite ihm viele Umstände. Das will ich nicht, dachte ich
traurig. Shino stand auf und tapste zum Ausgang. „Es tut mir leid,
dass ich dir Probleme bereite. Das war nie meine Absicht“, sagte
ich fest. Er drehte sich um und sagte ruhig: „Du machst keine
Probleme. Es ist schön dich hier zu haben. Schlaf nun, ich werde
morgen früh wieder kommen.“ Ich nickte und legte meinen Kopf auf
meine Pfoten. Ruhig beobachtete ich ihn. Und als er aus der Höhle
verschwand, verfiel ich in einen festen Schlaf. Wie nicht anders zu
erwarten, träumte ich von Lian, Aya... und Shino.
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