SCARLETT
Nachdem wir rein gegangen waren, setzte
ich mich auf das Sofa und Nico setzte neben mich. Er guckte mich
nachdenklich an während ich am ganzem Leib zitterte. Wie kann
Leon mir das nur antun? Ich dachte ich bedeute ihm was. Oh Gott, wie
konnte ich nur so falsch liegen?! Gut das Nico da war, was wäre
sonst passiert? Ich will es gar nicht wissen. Und dann hat er mich
auch noch geküsst.. Es war nur flüchtig, aber trotzdem fühlte es
sich.. richtig an. Nicht so wie früher bei Leon. Geschweige denn von
dem aufgezwungenen Kuss vorhin. Ich will im Erdboden versinken. Wie
viel bedeute ich Nico überhaupt? Ich sollte es einfach vergessen,
immerhin war es ein Notfall.
Nico stand auf und
kam mit einer Decke wieder, welche er um mich wickelte. Dann zog er
mich in seine Arme und strich mir übers Haar, während er mich
fragte: „Besser?“
Ich nickte nur und kuschelte mich ein. Er lehnte sich zurück und schloss die Augen. Nach ca. 10 Minuten spürte ich seinen gleichmäßigen Atem und auch ich schlief langsam ein.
Ich nickte nur und kuschelte mich ein. Er lehnte sich zurück und schloss die Augen. Nach ca. 10 Minuten spürte ich seinen gleichmäßigen Atem und auch ich schlief langsam ein.
Am nächsten Tag
wachte ich in Nicos Armen auf. Er atmete noch ruhig und gleichmäßig,
also nahm ich an der er noch schlief und ging leise zur Küchenecke
um ihn nicht zu wecken. Ich machte Spiegeleier mit Toast und ging
damit zu Nico. Vorsichtig schüttelte ich an seiner Schulter und er
schlug die Augen auf. Lächelnd fragte ich ihn: „Na, gut
geschlafen?“
Er setzt sich
aufrecht hin und meint: „Sollte ich nicht dich das fragen?“
Ich setzte mich
neben ihn und gab ihm das Frühstück. „Womit hab ich das den
verdient?“, fragte er mich mit einem Grinsen im Gesicht. „Dafür,
dass du bei mir warst und mir geholfen hast“, ich lächelte zurück.
„Das war doch selbstverständlich“, sagte er und zwinkerte mir
zu.
Ich betrachtete
Nico. Seine Haare hatten eine Sturmfrisur, welche am Ansatz sehr
dunkel war und sonst braun bis dunkelbraun. Er hatte hell grüne
Augen aus denen er mich nun anstrahlte. Ich lächelte und zuckte
zusammen als es an der Tür klingelte. Auch Nico schien erschrocken.
Ich hielt einen Moment inne, stand dann auf und ging zur Tür. Es
ist ganz bestimmt nicht Leon. Der würde sich doch nicht mehr hier
blicken lassen, dachte ich hoffnungsvoll und machte die Tür auf.
Vor mir stand der andere Mechaniker von damals. Ich glaube er hieß
Silas. „Hallo. Entschuldigung das ich so früh störe. Aber ist
Nico hier?“, fragte er. „Ähm.. Ja“, sagte ich und musterte
ihn. Er hatte hell braune kurze Haare und hell braune Augen. Ich
drehte mich um und ging zu Nico, Silas wartete an der Tür. „Da ist
jemand für dich“, sagte ich und Nicos Miene wurde ernst. „Ich
denke ich muss gehen“, sagte Nico und umarmte mich. „Wenn etwas
ist, du kannst dich immer bei mir melden!“, murmelte er in mein Ohr
und drückte mich für eine Sekunde fester ans sich, jedoch nicht so
als könnte er mich verletzen, eher so als wäre ich aus Glas und er
hätte Angst mich zu zerbrechen. Dann hielt er mich eine Armlänge
von sich entfernt, musterte mich als ob ich jeden Moment
zusammenbrechen könnte und ging dann zur Tür.
Silas funkelte ihn
böse an, packte ihm am Arm und zog ihn mit sich. Während Nico
weggezogen wurde, packte er mit einer Hand die Tür und zog diese zu.
Wahrscheinlich ist er zu spät zur
Arbeit, dachte ich und ging mich
anziehen.
Nachdem
ich fertig war ging ich zum Jeep und fuhr ein bisschen durch die
Gegend. Plötzlich sah ich ein paar Wilderer, welche einen großen
Käfig trugen. Dort drin befand sich eine helle Tigerin mit hell
braun-rötlichen Augen. Sie fauchte und schlug kräftig mit dem
Schwanz. Ich hielt an, stieg aus und packte die Waffe. Damit schoss
ich in den Himmel, worauf die Wilderer erschrocken den Käfig fallen
ließen. Ich zielte auf sie um sie zu verscheuchen, was mir auch gut
gelang. Sie ließen den Käfig einfach liegen, rannten zu ihm Auto
und fuhren im Eiltempo weg.
Ich
nahm das Betäubungsgewehr und ging damit zum Käfig. Die Tigerin
guckte mich mit vor Schreck aufgerissen Augen an und ich schoss ihr
ins Becken, worauf hin sie umfiel und anfing zu schlafen. Ich machte
den Käfig auf, zog die Tigerin raus und untersuchte sie. Sie war
unverletzt, hatte jedoch ein paar filzige Stellen im Fell, welche
wahrscheinlich vom Käfig verursacht wurden. Ich holte eine Bürste,
zog ihr den Betäubungspfeil raus, kämmte ihr Fell bis es wieder
schön glatt war und streichelte ihr einmal über die Schnauze. Sie
ist wunderschön, dachte ich.
Danach ging zu meinem Auto und fuhr nach Hause.
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